Freie Sander Bürger informierten sich über das Gemeinschaftskraftwerk in Schweinfurt.

Nach dem Empfang der FSB-Gruppe in Schweinfurt durch den Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Herrn Otmar Walter, stellte dieser das Gemeinschaftskraftwerk (GKS) kurz vor, bevor er mit der sehr interessanten Betriebsführung begann. Besichtigt und ausführlich erklärt wurden unter anderem der Müll- und Kohlebunker, die drei Ofenlinien, die Beschickungsanlage und der Leitstand. Hierbei waren die Ofenlinien mit ihren 1000 °C hohen Verbrennungstemperaturen und die 96 m hohe Kaminanlage inklusive Filterstationen für alle Freien Sander Bürger höchst beeindruckend.

Im Anschluss an die eigentliche Werksführung erfolgte im Schulungsraum eine lehrreiche und sehr interessant gestaltete Präsentation aller Anlagendaten. So wurde das Kohleheizkraftwerk bereits im Jahr 1990 und somit vier Jahre vor der Müllverbrennungsanlage in Betrieb genommen. Das Kohleheizkraftwerk setzt sich aus zwei Dampfkesseln mit einer jeweiligen Feuerungswärmeleistung von 63 MW zusammen und weist einen Jahresbedarf an Kohle von ca. 45000 Tonnen auf. Im Jahr 1994 wurde dann in das Heizkraftwerk eine thermische Abfallbehandlungsanlage bestehend aus drei Ofenlinien integriert. Jeder dieser Öfen ist für einen Abfalldurchsatz von 8 Tonnen pro Stunde ausgelegt und liefert eine Wärmeleistung von satten 18,9 MW. Da allein in dieser Anlage jährlich ca. 180.000 Tonnen Abfall verbrannt werden, liefert uns dies ca. 45 GWh Strom und ca. 235 GWh Fernwärme und stellt das wirtschaftlichste Gemeinschaftskraftwerk in ganz Bayern dar.

Auch unser Landkreis Hassberge, der als Gesellschafter am GKS beteiligt ist, liefert Hausmüll, Sperrmüll und Gewerbeabfälle zur thermischen Verwertung aus unserem Landkreis im GKS an.

Im Anschluss an die Präsentation wurde von den FSB`lern eine sehr lebhafte Diskussion geführt. Hr. Walter beantwortet alle Fragen klar und sehr verständlich, so dass sich alle Teilnehmer darüber einig waren, dass dieser Ausflug eine sehr gute und informative Fortbildungsveranstaltung war.

Der Organisator Heinrich Schmitt, bedankte sich für die Betriebsführung und die sehr gute Wissensvermittlung, bei Herrn Otmar Walter und überreichte als kleines Dankeschön, Sander Frankenwein.




Presseteam der FSB
i.A. Heinrich Schmitt