Freie Sander Bürger stellen Ihre Gemeinderats-Kandidaten vor

Mit sichtlicher Freude über die große Resonanz begrüßte der 1. Vorsitzende Dr. Jörg Kümmel die zahlreich erschienenen Besucher zur FSB-Wahlveranstaltung recht herzlich. Er freute sich besonders Frau Birgit Bayer, die Landratskandidatin der Freien Wähler und Herrn Oskar Ebert, den 2. Vorsitzenden des Vereins „Unser Steigerwald e.V.“ an diesem Abend als Gäste herzlich willkommen heißen zu können.


Trotz Valentinstag erfreute sich die FSB eines großen Zuschauerandrangs

Unter der großen Aufmerksamkeit der anwesenden Besucher stellten sich zunächst die 16 Gemeinderatskandidaten einzeln vor. Hierbei zeigte jede Kandidatin und jeder Kandidat, unter Bezugnahme auf ihre/seine Berufs- als auch Lebenserfahrung, ihre/seine persönlichen Anliegen und Ziele auf und stellte dar, wie sie/er sich positiv im Gemeinderat einbringen könnte. Im direkten Anschluss an die Vorstellung bedankte sich der 2. Vorsitzende Detlef Weinhold bei allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre überzeugende Vorstellung. An die anwesenden Besucher gerichtet warb er für deren Unterstützung und Stimmen für die FSB und wünschte ihnen für die kommende Gemeinderatswahl ein glückliches Händchen.

Birgit Bayer beweist Bürgernähe

„Ich möchte 1. Landrätin werden und es mir ohne großes Parteibuch zur Aufgabe machen unsere lebens- und liebenswerte Region im Sinne der nachfolgenden Generationen zu gestalten.“, so Birgit Bayer, die im Weiteren ihre Ziele ausführlich und verständlich für die anwesenden Zuhörer erläuterte und diese aufgrund ihrer klaren Aussagen sichtlich beeindruckte. Ihre Haltung für erneuerbare Energien insbesondere die zur Windkraft, habe sie als betroffene Bürgermeisterin in ihrer Heimatgemeinde gerade in den letzten Wochen sehr beschäftigt. Die „Rolle rückwärts“ der großen Parteien, die 2011 die Energiewende groß ausgerufen und mittlerweile wieder ausgebremst haben, sei aus ihrer Sicht das größte Problem hierbei. Zur Thematik der Hassbergkliniken bezog sie klar Stellung: „Wir brauchen alle drei Häuser auch wenn unter dem Strich rote Zahlen stehen! “ So ist sie bereit ein Defizit im Geschäftsbetrieb aus Überzeugung mitzutragen, allerdings nicht ohne zu hinterfragen wo die Ursachen hierfür liegen.

Besonders beeindruckend war die Beantwortung einer seit Dezember, ihrem letzten Besuch bei der FSB, noch offen stehenden Frage zum Verkehrslandeflugplatz Haßfurt. Hier bewies Birgit Bayer einmal mehr, dass sie die Fragen und Probleme der einzelnen Bürger ernst nimmt und „Bürgernähe und Ehrlichkeit“ nicht nur verspricht, sondern auch einhält.


1. Vorsitzender Dr. Jörg Kümmel, Oskar Ebert, Landratskandidatin Birgit Bayer, die stellv. Vorsitzenden Detlef Weinhold u. Wolfgang Mühlfelder

Unser Steigerwald – (k)ein Nationalpark!

Im Anschluss berichtete Oskar Ebert, 2. Vorsitzender des Vereins „Unser Steigerwald e.V.“ über den aktuellen Stand zum Thema Nationalpark Steigerwald.

So konnten die Zuschauer ausführlich erfahren, dass der ursprüngliche Plan der Bayerischen Staatsregierung in München zum Nationalpark darin bestand die betroffenen Bürger einfach zu übergehen und nicht zu beteiligen. Bürgernähe – Fehlanzeige! Eindrucksvoll wurde erklärt, wie sich mündige Bürger, Gemeinden, und Vereine zusammenschlossen, somit der bayerischen Regierung Paroli bieten konnten und vom ursprünglichen Plan abgewichen werden musste. Auch Birgit Bayer legte mit Ihrer Aussage: „Mit mir als Landrätin wird es keinen Nationalpark geben!“ ihre Position klar fest. Da es in der angesetzten Zeit nicht gelang die gesamte Thematik ausführlich zu erläutern bzw. alle Fragen zu beantworten wurde der Vorschlag von Oskar Ebert, eine separate Informationsveranstaltung durchzuführen, dankbar angenommen und soll zeitnah realisiert werden.

Bürger fragen – Freie Sander Bürger antworten

In der anschließenden offenen Diskussionsrunde stellten sich Birgit Bayer, Oskar Ebert und die Gemeinderatskandidaten den Fragen der Anwesenden und beantworteten diese ausführlich und zufriedenstellend. Thematiken hierbei waren unter anderem der Nationalpark und das FSB-Ziel, die Realisierung einer seniorengerechten Wohnanlage in Sand. Konkret nachgefragt wurde, ob die bereits angeschaffte Bühne auch ohne den Bau des Kunstrasenplatzes bezuschusst wird oder ob diese dann allein von der Gemeinde, also den Bürgern, zu tragen wäre. Heinrich Schmitt stellte klar, dass die Bezuschussung vollkommen von der Realisierung des Projekts „Kunstrasenplatz“ abhängt und allein auf die Bühne kein Zuschuss gewährt wird. Auch weitere Nachfragen zur Förderung des Kunstrasenplatzes erklärte Heinrich Schmitt gewohnt sachlich und ohne Beschönigungen. So gelten Förderungen nur für die Netto-Kosten, was bedeutet, dass eine 50%ige Netto-Förderung nur 42% der Gesamtkosten (brutto) auffängt. Auch wurde verständlich erklärt, dass sich Förderungen stets auf einen vorab genehmigten Maximalförderbetrag beziehen und alle darüber hinausgehenden oder später anfallenden Kosten allein von der Gemeinde, also dem Bürger, zu tragen sind.

Auf die in diesem Zusammenhang gestellte Frage zur Kostensteigerung des Dorfplatzes erklärte Schmitt, dass das Sander Problem hauptsächlich in den anfallenden Kostensteigerungen liegt, wie es sich beim Dorfplatz, der Turnhalle und der Kanalsanierung zeigte. Ein konkreter FSB-Vorschlag ist es ein Prüfungsteam im Gemeinderat zu ernennen, das sich der Aufgabe der Kostenkontrolle solcher Projekte stellt. „Es nützt nichts ein Projekt wie die Kanalsanierung mit 1 Million Euro zu genehmigen, dem Bürger transparent vorzustellen und am Schluss ca. 2,2 Millionen zu bezahlen. Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit?“

Diese Mehrkosten könnten sinnvoller in andere Projekte eingebracht werden und der Geldbeutel des Sander Bürgers würde klar geschont werden. Aber dies ist aufgrund der finanziellen Gesamtsituation in Sand nicht möglich, so Heinrich Schmitt. Die Kostenkontrolle zukünftiger Projekte stellt übrigens eine Grundsatzforderung der Freien Sander Bürger dar.

Nach beendeter Diskussionsrunde bedankte sich der 1. Vorsitzende Dr. Jörg Kümmel für das zahlreiche Erscheinen, das aufmerksame Interesse und die rege Beteiligung der Anwesenden und beendete den formellen Teil der FSB‑Wahlveranstaltung, an die sich noch ausgiebige Diskussionsrunden unter den anwesenden Besuchern anfügten.




FSB-Vorstand
Dr. Jörg Kümmel
Detlef Weinhold
Wolfgang Mühlfelder